Lyrik 2011 - 2012

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Wenn Kämpfer die Waffen strecken

Wenn Kämpfer die Waffen strecken,
sich kniend vor Gott verbeugen,
das Schwert weit von sich gelegt und
im eigenen Schweiße ihre Kapitulation vorbringen,
zerbricht ein Leben.
Zerbricht ein Leben, das
schwer und dunkel war.
Zerbricht eine Seele, die
Hoffnung und Zuversicht gesät hat.
Stirbt ein Kämpferherz, das
Liebe sah und lebte.
Alle Rufe zu Dir – Gott – verhallten.
Alles Flehen nach Erkenntnis und Licht
nicht erhört.
Hier liegt ein Mensch am Boden,
weinend, verzweifelt und kapituliert.
Wofür diesen Kampf gekämpft.
Gekämpft für verlorene Seelen und Herzen.
Wer kämpft nun um mich…
M.Ripke, 03/12

Türen

Hohe Türen, schmale Türen,

Flügeltüren, Schiebetüren,

Geheimtüren, Falltüren.

Türen, die sich

leicht, schwer, langsam,

schnell öffnen lassen

Türen, die sich

schwer, leicht, schnell,

langsam schließen – auch lassen.

Manchen Türen gar nicht.

Angelehnte Türen,

verschlossene Türen,

quietschende Türen,

knarrende Türen,

klemmende Türen.

Türen, die

Verschlossen, verriegelt, verrammelt, zugeschlagen wurden.

Öffnen, aufschließen, aufbrechen, aufstoßen.

Manchmal hilft anklopfen.

Türen auf, Türen zu.

Die Tür hinter sich zuschlagen, vor sich zuschlagen.

Türen haben Klinken.

Eine Tür öffnet die nächste und schließt die letzte.

Schwingtüren funktionieren in beide Richtungen pendelartig.

 M.Ripke, 03/12

Fenster

Fenster nach Süden, Osten, Westen, Norden.

Warm. Hell, dunkel, kalt.

Offen nach allen Seiten, wenn das Glas nicht wäre.

Offen nach allen Seiten, weil das Glas rein ist.

Der Rahmen fest und unbeweglich, das Fenster kann kippen.

Das Fenster kippt und fällt nicht aus dem Rahmen.

Der Rahmen fest und unbeweglich.

Umbau.

Ein anderer Rahmen, Fenster passt nicht mehr.

Umbau.

Fenster passt wieder.

Doppeltes Glas, doch rein.

Nach allen Seiten offen, wenn auch gekippt.

Wenn auch mit doppeltem Glas.

Es ist wärmer.

Fenster auf, Fenster zu, dunkel und hell.

Es ist wärmer.

M:Ripke, 03/12

Mauern

Wände ohne Löcher sind Mauern.

Mauern haben keine Löcher.

Löcher in Mauern sind Fenster.

Die Mauer ist eine Wand, wenn sie Fenster hat.

Wände schützen, Mauern sperren aus und ein.

Öffnen und schließen

Türen, Tore, Fenster, Luken,

Deckel, Schubladen.

 M.Ripke, 03/12

Grau in Grau auf einem Stuhl,
 

mir den Rücken zugewandt.
Vor Dir die Toten mit den Augenbinden.
Du wartest. Wartest auf die Toten, dass sie erwachen.
Wächter hast Du gerufen, die die Halle räumen.
Ich gehe, schaue mich um.
Du sitzt Grau in Grau auf dem Stuhl,
mir den Rücken zugewandt.
Ich gehe durch das Tor.
Dahinter ist das Leben.
Ich will dir berichten!
Will Dich holen, gehe ein Stück zurück.
Ich kann dich nicht mehr erreichen.
Du sitzt Grau in Grau auf einem Stuhl…
M.Ripke, 03/12
Ich trage Deinen Schmerz
Ich trage Deinen Schmerz,
denn es ist auch mein Schmerz.
Ich trage Deine Liebe,
denn es ist auch meine Liebe.
Ich ertrage nicht Dein Leid,
denn ich habe mein eigenes.
Dein Leid ertragen, hieße Mitleid haben.
Mitleid ist das Trauerlied der Liebe.
M.Ripke, 03/12

Was ist es
Was ist es, das mich treibt?
Was ist es, das mich verharren lässt?
Was ist es, das mich lauschen lässt?
Das Rauschen im Hintergrund.
Das Klopfen meines Herzens.
Das leise Klingeln in den Ohren.
Die kosmischen Töne der Gedanken.
Seelen finden sich immer wieder.
Ein Abschied ist ein Wiedersehen.
Das Ende ist ein Neubeginn.
Ohne Tod ist kein Leben.
Der ewige Kreislauf, was gut ist, bleibt.
Was gut ist, wird wiederkommen.
Verändert und herrlicher denn je.
Es kann dieselbe Gestalt haben,
nicht aber dasselbe Licht.
Es kann dasselbe Licht haben,
aber nicht dieselbe Gestalt.
Und wenn ein Wunder geschieht,
dann ist es ein neues Licht in neuer Gestalt.
Wunder geschehen nur, wenn an sich selbst geglaubt wird.
Ich bin ein Wunder, ich schaue mich an.
Wie kann ich, aus Milliarden Atomen sein,
wandeln, denken und lieben?
Weil Liebe reine Energie ist.
Liebe ist seit Anbeginn der Zeit.
Heute beginnt für mich die Zeit,
wo Wünsche wahr werden und
Träume in Erfüllung gehen.
M.Ripke 03/12
 
In mir die Quelle der ewigen Energie,
sie sprudelt und durchzieht Körper und Geist.
Blockaden werden weggerissen, Wärme
durchzieht meinen Geist und meinen Körper.
Heilendes Licht, als ich aus der Quelle trank.
Jedes Ende ist ein Anfang.
Jeder Verlust ist ein Gewinn.
Aus Dunkelheit entsteht Licht.
Ich fülle meinen Geist mit Licht,
meinen Körper mit Energie.
Alles fließt und wandelt sich.
Alles schwingt im Einklag von
Tod und Auferstehung.
Ich bin Teil des großen Ganzen.
Ich bin ein Rädchen im Zeitgeschehen.
Ich schwinge mit, ich wandle mich.
Ich denke mich, ich wandle mich.
Mit der Erkenntnis kommt die Heilung.
Mein Gedanke ist eine Schwingung.
Auf meine Schwingung folgt Resonanz.
Ich denke mich neu.
Ich wandle mich.
Aus Dunkelheit wird Licht.
Aus Wunsch wird Wirklichkeit.
Aus Trauer wird Freude.
Das Kranke stirbt.
Das Gesunde wächst.
Energie im Überfluss.
Die ewige Quelle in mir sprudelt.
Ich fühle meinen Körper, ich fühle die Wärme.
Aus Dunkelheit wird Licht.
Aus Leere wird Fülle.
Aus Trauer wird Freude.
Liebe bleibt.
Gedanken sind Schwingungen,
ich denke mich neu.
Ich denke neue Gedanken und
der Gedanke ist ein Wunsch, eine Schwingung.
Resonanzen der Schwingungen geben Einklang.
Ich bin ein Ton. Es gibt einen Ton, der im Einklang steht.
Eine Schwingung, die nicht die meine ist,
doch einen Wohlklang erzeugen.
M.Ripke 03/12

 

 






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